Anwälte sind Besserwisser 
und Flugbegleiter müssen schwimmen können

 

Anwälte sind Besserwisser - von Berufs wegen. Sie werden mit mannigfaltigen Problemen ihrer ebenso mannigfaltigen Klientschaft konfrontiert. Als Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin ist man Problemlöser und das geht nur mit einem großen Wissen. Von diesem profitiert zuweilen auch das soziale Umfeld, ob es nun will oder nicht. Dabei gibt es durchaus Spannendes zu erzählen aus dem Leben einer Rechtsanwältin - aus meinem Leben. So schildere ich hier private Erlebnisse wie berufliche Fälle: Das pralle, wahre Leben. Es geht unter anderem um eine Hunde-Entführung, tiefgefrorene gebrauchte Kondome, eine nächtliche Briefkastensuche oder Einschlafhilfen.

Und dann kommen plötzlich der Zürichsee und Tretboote ins Spiel, die mich dazu bewegen, meinen Beruf als Rechtsanwältin aufzugeben, um fortan als Flugbegleiterin um die Welt zu reisen. Die neue "Klientschaft" steht der bisherigen bezüglich Vielfalt in Nichts nach. Und auch die Geschichten meines neuen Berufslebens könnten abwechslungsreicher nicht sein: sie handeln von Feuerlöschübungen, vollen WindeIn im Flugzeug, Picknick im Bett und der Kunst, über sechshundertmal am Tag freundlich "Grüezi" zu sagen und dabei jeden Fluggast einzeln kurz zu begutachten. Doch weshalb müssen Flugbegleiter schwimmen können?

 

Mit diesem autobiographischen Buch lege ich meinen beruflichen Werdegang dar: Von der KV-Lehrtochter (wie man damals noch sagte) zur Rechtsanwältin und schließlich der Wechsel zur Flight Attendant. Ich erzähle, wie ich überhaupt zu diesen Berufen fand und was mich zu den Neuorientierungen bewegte, welche Gedanken, Bedenken und Freuden mich begleiteten. Hauptsächlich schildere ich jedoch Erlebnisse aus meinem früheren Alltag als Rechtsanwältin und nun aus jenem als Maître de Cabine.

Mit den geschilderten Erlebnissen möchte ich nicht nur einen unverfälschten Blick hinter die Kulissen dieser beiden Berufe gewähren, sondern gleichzeitig den Lesenden Mut machen, selbst neue Wege zu gehen.


Justitia

Justitia - Symbolik für Richter oder Anwälte?

Die altrömische Göttin der Gerechtigkeit verkörpert die Ideale des Rechtswesens. Letztlich stehen Ihre Symbole in erster Linie dafür, wie eine Richterin/ein Richter urteilen soll und was eine rechtssuchende Person erwarten darf. Das soll und muss auch eine Rechtsanwältin/ein Rechtsanwalt wissen. Deren Aufgabe unterscheidet sich jedoch - das erläutere ich in meinem Buch näher; mal ernsthaft, mal mit einem Augenzwinkern.

Waage

Die Waage in der linken Hand der Justitia repräsentiert das sorgfältige Abwägen, wonach Argumente, Beweise sowie das Für und Wider genau abgewogen werden sollen für ein faires Urteil.

(Quelle: Wikipendia)

Für mich als Anwältin galt es stets zu beachten, was wir in die Waagschale werfen und was seitens der Gegenpartei vorgebracht wird.

Schwert

Das Schwert in der rechten Hand der Justitia steht für Macht und Durchsetzungskraft des Rechts und eines Urteils. Das Schwert ist je nach Figur in die Luft gestreckt oder zu Boden gerichtet. In älteren Darstellungen trägt die Göttin des Rechtsfriedens statt des Schwertes einen Palmenzweig. Er soll den Frieden symbolisieren, welcher durch den Ausgleich umstrittener Interessen erreicht werden soll.

(Quelle: Wikipedia)

Es ist schön, einer Klientin/einem Klienten zu seinem Recht zu verhelfen. Noch befriedigender empfand ich es stets, zu einer guten Vereinbarung - einem (gewissen) Frieden - zwischen den Parteien beitragen zu können, statt zu einem harten gerichtlichen Urteil gelangen zu müssen.

Augenbinde

Die Augenbinde symbolisiert die Unparteilichkeit und dass alle vor dem Gesetz gleich sind; Justitia urteilt "ohne Ansehen" der Person. Erst seit dem beginnenden 16. Jahrhundert tragen Justitia-Figuren eine Augenbinde. 

(Quelle: Wikipedia)

Die Richterin/der Richter muss "blind" sein; ich beobachte meine Klientschaft aber genau - und schlidere das hemmungslos in meinem Buch.

Entblösstes Knie

Insbesondere die Figuren auf Schweizer Gerechtigkeits-Brunnern zeigen eine Justitia mit entblösstem Knie. Mit dem gezeigten angewinkelten Knie gleicht die Justitia ihre Körperhaltung aus, weshalb es als Symbol für Gerechtigkeit und Fairness interpretiert wird.

(Quelle: winterthur-glossar.ch)

Nein, ich trage lieber Hosen statt (kniefreie) Röcke. Das soll nun aber nicht weiter gedeutet werden.

Schlange

Die Schlange, die Justitia mit Füssen tritt, stellt den Sieg über das Böse, die Falschheit oder den Irrtum dar. Auch symbolisiert die Schlange die animalische Version der Doppelzüngigkeit und der Gefahr von Lügen, welche ein Verfahren beeinträchtigen könnten. 

(Quelle: dresdner-fachanwaelte.de)

Anwaltliche Taktiken und "verschiedene Wahrheiten" beschäftigen mich gleich in mehreren Kapiteln meines Werkes.

Buch

Das Buch (Gesetzesbuch) bei der Justitia steht für das geschriebene Recht und die verbindlichen Gesetze, an die sich die Richterschaft halten muss. Es weist also darauf hin, dass auf Basis festgelegter Verfassung und Gesetzen zu urteilen ist. 

(Quelle: Wikipedia)

Nicht nur die Richterschaft, sondern auch die Anwaltschaft hat sich an die Gesetze zu halten. Doch vielleicht findet man ab und zu eine Gesetzeslücke.

Ein Blick hinter die Kulissen des Lebens einer  Flugbegleiterin  

Der Beruf der Flugbegleiter wird meines Erachtens stark unterschätzt. Als Passagiere sehen wir nur an die netten Personen in Uniform heran, jedoch nicht dahinter. Der Beruf hat sich von der anfänglichen "fliegenden Krankenschwester", die in den 1930er Jahren in erster Linie zur Beruhigung der Passagiere an Bord war, zum modernen Sicherheits- und Serviceberuf gewandelt.

Wie die Ausbildung zur Flight Attendant heute aussieht,  weshalb es nebst diversen Alkoholika und Kotztüten sogar Nabelschnurklemmen an Bord eines Flugzeugs hat und wozu gelegentlich Salatblätter neben Flugzeugreifen auf den Boden gestreut werden, das erfahren Sie in meinem Buch. Und ich erzähle von allerlei Passagieren und deren diversen "Hinterlassenschaften" sowie von meinen Erlebnissen rund um den Globus.

 

Weshalb Schwan-Pedalos mein Leben veränderten

... das erfahren Sie in meinem Buch "Anwälte sind Besserwisser und Flugbegleiter müssen schwimmen können".

Dabei bin ich selbst noch nie mit einem Schwan-Pedalo über einen See geschippert - eigentlich schade.

 

Eine andere Geschichte, die ebenfalls das wahre Leben schrieb und mich berührte, ist jene des Schwans Petra: Ein schwarzer Schwan, welcher sich auf dem Aasee (D) in ein Schwan-Tretboot verliebte und diesem nicht mehr von der Seite wich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_(Schwan)